Hintergrund

Nikolaus H. Bonerz, Initiator unseres Projekts, schildert seine Beweggründe für die Bildung des Vereins:  

 

"Ich erlebte in den letzten 40 Jahren seit meinem ersten Besuch Baghdads 1975  ein Land in Kriegswirren. Die Kriege mit Iran und Kuwait führten zum Höhepunkt, dem Einmarsch der Amerikaner im Jahre 2003 und dem Sturz Saddam Husseins.  

 

Nikolaus H. Bonerz (m.) mit der Leitung des Hospitals

Danach wurde das Land vom Norden bis zum Süden von Terroranschlägen überrollt. Dieser Zustand dauert bis heute an.


Während meiner Aufenthalte im Irak, die zwischen 6 Wochen und drei Jahren am Stück dauerten,
erlebte ich, wie die Bevölkerung versuchte, den permanenten Ausnahmezustand zu meistern. 

 

Während der Leitung eines Handelsunternehmens mit Angestellten verschiedenster Konfessionen waren
die zwischenmenschlichen Beziehungen im Gegensatz zur Außenwelt ohne jegliche Komplikation. 

 

Areal für Wohncontainer
Areal für Wohncontainer

Das tägliche Leben ist bis heute durch mangelhafte Verkehrsverbindungen, Straßen- und Ausgangs-
sperren geprägt. Dies alles führte zu staatlichen und lokalen Gesetzgebungen, die die Not der
Menschen seitdem permanent zunehmen lassen.  

 

Hinzu kommt seit 2 Jahren die Aktivität des IS ("Islamischer Staat"), die in vielen Bereichen das Leben auf das Äußerste strapaziert.

Hierdurch entsteht ein regelmäßiger Flüchtlingsstrom aus dem Norden des Landes nach Bagdhad. 

 

So fasste ich den Entschluss, diesen Flüchtlingen in welcher Form auch immer zu helfen. 

 

Zusammen mit dem Hospital St. Rafael im Zentrum Baghdads, mit dessen Leitung ich seit Jahren befreundet bin, entstand der Plan, mehr als 100 Wohneinheiten für Flüchtlinge zu erstellen."
 

Zielsetzung

Wohncontainer
Container

Hierzu existiert ein eingegrenztes Areal für Wohncontainer in einem Außenbereich von Baghdad, welches dem Einflussbereich des Hospitals unterliegt.


Diese Unterkünfte sind sowohl für temporäre als auch für permanente Unterbringung gedacht.

Für die dann dort dauerhaft untergebrachten Bewohner soll die in unmittelbarer Nähe
befindliche Kirche im Laufe der Zeit in ein Hospital umgebaut werden. In diesem sollen die Flüchtlinge erntsprechend ihren Qualifikationen beschäftigt werden.